Ich habe "Freifunk" für mich entdeckt.

 

Was ist "Freifunk"?

Die "Freifunker" sind eine Community, aus vorwiegend privat Leuten. Dahinter steht kein kommerzieller Internetanbieter. "Freifunker" stellen einen Teil ihres Internetanschlusses kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung. Sei ehrlich, kein Mensch nutzt seinen Internetanschluss 24 Stunden am Tag voll aus. Also, warum nicht mit Freunden, Bekannten, Nachbarn oder sogar völlig fremden Leuten teilen?

 

Welche Ziele verfolgt "Freifunk"?

In erster Linie will die Community ein dezentrales, unzensiertes & freies Netzwerk über WLan errichten. Bedeutet also flächendeckendes WLan für alle. Auch an Orten, die nicht über DSL oder Kabel am Internet teilhaben können. Da fallen mir z.B. Gartenanlagen, Badeteiche, öffentliche Parks ein. Also Orte, die nur dünn bzw. gar nicht bebaut sind. 

 

Was hab ich davon?

Vorteile für den Einzelnen wäre z.B. die Ausfallsicherheit. Wenn mein Internetanschluss versagt, übernimmt ein anderer Freifunkknoten im Netzwerk für mich die Verbindung ins Internet. Es kann aber auch dafür genutzt werden, mit Freunden, Bekannten oder einer Firma im Netzwerk schnell Dateien auszutauschen. WLan ist nun mal um ein mehrfaches schneller wie eine mobile Internetverbindung. Somit würde ein langsamer & mühsamer Upload ins Internet entfallen & die Daten können nicht abgegriffen oder mitgelesen werden. Das bringt Sicherheit & macht datengierigen Diensten einen Strich durch die Rechnung. Und nicht zuletzt bleibt einem das gute Gefühl, zur Gesellschaft etwas Nützliches beigetragen zu haben.

 

Apropos Sicherheit.

Das "Freifunk-Netzwerk" ist so sicher, wie das Internet selbst. Natürlich muss ich mich vor Viren, Trojanern & ähnlichem schützen. Allerdings ist die Verbindung ins eigentliche Internet durch einen VPN-Tunnel verschlüsselt. Somit haben die großen Fünf (NSA, BND usw.) das nachsehen. Das ist sicherer wie manch privater Internetanschluss.

Für den Betreiber eines "Freifunk-Knotens" ist auch gesorgt. Alle Verbindungen ins Internet gehen über die "Freifunk-Server" & werden nicht aufgezeichnet. Freifunk ist also dein "Provider".

 

Wie kann ich am "Freifunk-Projekt" teilnehmen?

Es ist recht einfach, ein Teil des Netzwerkes zu werden. Entweder bespricht man sich mit einem "Freifunker" vor Ort. Oder man investiert ca. 20 Euro, kauft sich einen "Freifunk-tauglichen" Router, spielt die Software auf & ist sofort Teil des Netzwerks. Dazu sind keine besonderen Fähigkeiten nötig. Das ist alles gut & leicht verständlich dokumentiert.

siehe:

Freifunk Homepage

 

Innovationen zum Thema "Freifunk".

Ich persönlich würde es Begrüßen, wenn Städte, Gemeinden, Gewerbeverbände, Kirchen, Clubs & Sportvereine sich dem Thema widmen würden. Deutschland ist leider immer noch ein "Internet-Entwicklungsland". Daran wird sich leider solange nichts ändern, wie profitorientierte Firmen das Heft in der Hand haben. Was in anderen Ländern schon lange Standart ist, sollte auch in Deutschland zur Normalität werden.

Für Touristen würden durch das Netzwerk lästige Roaming-Gebühren entfallen. Gewerbetreibende, Clubs & Sportvereine könnten sich "Kundschaft" durch das kostenlose WLan anlocken. Großveranstaltungen würden sicherlich auch davon profitieren. Schulklassen hätten auf Exkursionen bzw. Ausflügen Internet für Recherchen zur Hand.  

Es gibt also jede Menge innovative Einsatzmöglichkeiten. Und wer sich nicht ganz & gar dem Fortschritt verschließt, wird sicher auch für sich selbst einen guten Grund finden, sich zumindest mal mit dem Thema auseinander zu setzen.